Koi-Gefahr Wasservögel und weitere Feinde

Koi Feinde

Koi Feinde

Viele einheimische Vögel und auch Zugvögel sind Wasservögel. Sie fühlen sich also am und im Wasser besonders wohl. Dass das eine starke Problematik für unsere Koiteiche mit sich bringen kann, ist logisch. Dabei gibt es gleich mehrere Gefahren, die von Wasservögeln ausgehen. Zunächst einmal gibt es die Wasservögel, die begeisterte Jäger sind und die Koi schnell fangen würden. Daneben finden sich auch Wasservögel, die den Koi zwar nichts tun, aber allerlei Bakterien und Keime in den heimischen Koiteich einschleppen, was aufgrund der Empfindlichkeit der Fische alles andere als gut ist.

Welche Wasservögel fangen den Koi?

Als die beiden wichtigsten räuberischen Wasservögel sind vor allen Dingen der Reiher und der Kormoran zu nennen. Bei den Reihern ist es vorwiegend der Graureiher, der den Koi bedroht. Beide Vögel sind Raubvögel und echte Fischfresser. Der Reiher ist dabei aber noch das kleinere Übel. In der Regel muss er nämlich im Wasser stehen können, um einen Fisch zu fangen.

Anders sieht es beim Kormoran aus, der sich sehr gut im Wasser bewegen, darin schwimmen und jagen kann. Darüber hinaus sind Kormorane in der Lage, gemeinschaftlich zu jagen, so dass die Fische, insbesondere der Koi, gehetzt werden, was aufgrund des hohen Stresspegels schnell zu dessen Tod führen kann.

Aufgrund der Vielzahl der Wasservögel und des oft geringen Nahrungsangebots, werden diese immer mutiger und suchen sich auch Jagdgefilde in dicht besiedelten Regionen, also beispielsweise im Koiteich im eigenen Garten. Das macht Schutzmaßnahmen unverzichtbar.

Wie können Koi vor Wasservögeln geschützt werden?

Damit die Koi vor den räuberischen Wasservögeln geschützt werden können, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Gegen den Reiher beispielsweise hilft es, wenn im Koiteich keine Flachzonen eingerichtet werden. Dadurch kann dieser Wasservogel nicht im Wasser stehen, was die Jagd auf den Koi für ihn doch sichtlich erschwert.

Wer sich gegen eine ganze Kolonie von Kormoranen durchsetzen muss, dem bringt der flache Koiteich dagegen fast nichts. Hier hilft nur noch die Überspannung des Koiteichs mit einem Netz, durch das die Kormorane nicht hindurch kommen.

Im Handel findet sich zudem ein Reiherschreck. Bisher ist aber noch nicht ausreichend untersucht worden, ob dieser auch gegen den Kormoran hilft (schreiben Sie unten Ihren Kommentar, wenn Sie Erfahrungen dazu haben). Er wird in der Regel nahe dem Teich aufgestellt und soll die Reiher verschrecken, so dass sie vom eigenen Koiteich ablassen.

Ebenfalls muss man gegen anderes Wassergeflügel vorgehen, meist kann man es durch entsprechende Maßnahmen verscheuchen, jedoch ist hierbei auch ein erheblicher Aufwand zu verzeichnen, um Wassergeflügel langfristig vom Koiteich fern zu halten.

Weitere Feinde der Koi

Der Koi hat aber nicht nur die Raubvögel zum Feind. Sehr zutraulich sind zum Beispiel Enten und sie siedeln sich auch gerne einmal am heimischen Koiteich im eigenen Garten an. Sie bringen aber auch eine ganze Reihe verschiedener Probleme mit sich, die nicht außer Acht gelassen werden sollten.

Zum einen entscheiden sich Enten meist nicht für ein bestimmtes Gewässer, sondern lassen sich an verschiedenen Teichen und Seen nieder. Dadurch können sie auch Keime, Bakterien und Krankheitserreger in den heimischen Koiteich einschleppen. Das große Problem: Empfindliche Koi reagieren sehr schnell auf Veränderungen der Wasserwerte und können somit recht schnell erkranken (Koi-Krankheiten erkennen und behandeln).

Ebenfalls werden Enten, die im Koiteich schwimmen, Unruhe in diesen bringen. Dadurch erschreckt sich der Koi, er steht unter Stress und auch dieser führt vielfach zu Krankheiten beim Koi. Zudem werden die liebevoll gesetzten Wasserpflanzen durch Wassergeflügel zerstört, die Koi haben nicht mehr genügend Rückzugsmöglichkeiten.

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